Rückblick auf die 17. Thüringer Adjuvantentage
12. bis 14. Juni 2026
Vom 12. bis 14. Juni 2026 fanden die Thüringer Adjuvantentage in Großbreitenbach, Gehren, Langewiesen und an weiteren Veranstaltungsorten im Ilm-Kreis statt und begeisterten mehr als eintausend Besucher. Für die Wahl des Hauptortes Großbreitenbach gab es einen guten Grund: Erst 2025 wurde der umfangreiche Adjuvantenbestand der Stadt mit mehr als 500 Werken aus dem 18. und 19. Jahrhundert in das Thüringische Landesmusikarchiv nach Weimar überführt, wo er seither wissenschaftlich erschlossen wird. Im umjubelten Festkonzert präsentierten das Vokalensemble Ælbgut und Capella Jenensis mit Johann Rudolf Zumsteegs „Liebet eure Feinde! Hasset nie!“ und Georg Peter Weimars „Wer schuf die Millionen Sonnen“ zwei Kantaten aus der Großbreitenbacher Sammlung. Als Zugabe erklang das Rennsteiglied, in das die Besucher von ganzem Herzen mit einstimmten.
Ein weiterer Höhepunkt der Adjuvantentage war das Chorkonzert am Samstagabend in der Kirche zu Gehren: Das Vokalensemble Weimar, begleitet von Theorbe, Violone und Truhenorgel, berührte mit Motetten aus dem sogenannten Altbachischen Archiv – darunter auch Werke von Johann Sebastian Bachs Großonkel und Schwiegervater Johann Michael Bach, der einst in Gehren als Organist und Stadtschreiber wirkte.
Wie musikalisch der Thüringer Wald auch heute noch ist, zeigten bei der feierlichen Eröffnung der Adjuvantentage in Böhlen, der Kirchentour durch Gillersdorf, Möhrenbach, Neustadt am Rennsteig und Langewiesen sowie im Festgottesdienst und beim Adjuvantenfest in Großbreitenbach zahlreiche Vereinigungen und Musikbegeisterte, darunter mehrere Chöre und Posaunenchöre, ein Alphornensemble, Blockflöten-, Gitarren- und Akkordeongruppen.
Beim Forum Thüringische Musikgeschichte waren zwei spannende Vorträge zu erleben: Dr. Dorlies Zielsdorf beleuchtete die von den Adjuvanten geprägte Musikgeschichte der Orte und zeigte dabei auf, welche Traditionslinien der zum Teil noch heute bestehenden Musikvereinigungen zum früheren Adjuvantenwesen bestehen. Nicht zuletzt wegen des vermeintlichen Bach-Cembalos ist bis heute vielen bekannt, dass Großbreitenbach und die Region einst ein Zentrum des Musikinstrumentenbaus waren. So konnte PD Dr. Erich Tremmel vom Greifenberger Institut für Musikinstrumentenkunde dafür gewonnen werden, Einblicke in die neuesten Forschungsmethoden bei der Restauration von Hammerflügeln zu geben.
Dass die 17. Thüringer Adjuvantentage 2026 ein so vielseitiges Musikfest für die ganze Region werden konnten, war nur durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Förderer, Partner und Freunde möglich. Zu verdanken ist dies aber insbesondere auch den zahlreichen engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus allen Orten, die sich mit Begeisterung auf das Projekt eingelassen und zu seinem Gelingen beigetragen haben – ob auf der Bühne oder im Hintergrund, beim Musizieren, Organisieren, Backen oder am Bratwurststand.
Impressionen 2026




















Austragungsorte
2008 – 2026
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2008 Udestedt
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2009 Großfahner
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2010 Gräfenroda
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2011 Eschenbergen
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2012 Hildburghausen und Eisfeld
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2013 Wandersleben und Apfelstädt
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2014 Neustadt an der Orla
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2015 Urbach und Bösenrode
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2016 Themar
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2017 Goldbach und Bufleben
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2018 Kahla und Leuchtenburg
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2019 Kaltensundheim
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2022 Ichtershausen, Thörey,
Molsdorf -
2023 Neudietendorf, Apfelstädt, Wandersleben
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2024 Gorsleben und
Schmücke-Region -
2025 Niedertrebra – Unteres Ilmtal
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2026 Großbreitenbach, Gehren, Langewiesen